Kirche von außen

Die Stadt Chemnitz – um 1900 oft als reichste Stadt Deutschlands bezeichnet – besitzt noch heute interessante Kirchenräume. In den Jahren 2007/2008 dürfen wir die größte Kirchenorgel von Chemnitz aus der Evang. Petrikirche restaurieren. 

Orgelgerippe mit Gerüst

Das ursprüngliche Werk hat F. Ladegast im Jahre 1888 erstellt. Das Gehäuse stammt dabei von einer Chemnitzer Kunstschreinerei. Die Fa. Jehmlich aus Dresden führte im Jahr 1913 eine technische Umgestaltung und Pneumatisierung durch. Danach erfolgten in gewissen Abständen technische Überarbeitungen und Umdisponierungen. In den 1980-er Jahren wurde der pneumatische Spieltisch abgeklemmt, somit das Instrument (und die Kirche) stillgelegt!

Orgelgerippe mit Gerüst. Wir führen nun eine Rückführung auf den Zustand von 1913 durch.
Auf 3 Manualen (zwei davon in Schwellwerken) sowie Pedal und einem zusätzlichen Fernwerkregister Vox Humana 8′ auf dem III. Manual mit eigenem Schweller besitzt die Orgel 58 klingende Register. Ca. die Hälfte davon geht noch auf den ursprünglichen Erbauer Friedrich Ladegast zurück.

Eine ganz außergewöhnliche Meisterleistung ist das überaus reich verzierte neogotische Gehäuse, welches in seiner Aufwendigkeit seinesgleichen sucht.

Balgrestaurierung in der Werkstatt

Unser technisches Ziel ist es, die ursprüngliche Pneumatik von 1913 wieder einzurichten und optimal in Funktion zu setzen.
Additiv besteht die Option, einen zweiten elektrischen (modernen) Spieltisch hinzuzufügen. Damit wäre 4-händiges Orgelspiel problemlos möglich. Gleichzeitig würde die Orgelfachwelt die Möglichkeit erhalten, die Unterschiede zwischen pneumatischer und elektrischer Traktur an ein und demselben Instrument erleben zu können.
Die Werkstattarbeiten sind bis Ende März 2008 abgeschlossen. Die Wiederanlieferung und Aufbauarbeiten werden ab 01. April 2008 durchgeführt. Etwa im August werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Wiedereinweihung findet mit einem aufwendigen musikalischen Programm im Oktober dieses Jahres statt.

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