Beschreibung Glasorgel

Die Realisierung eines gläsernen Gehäuses bietet bei einer kleinen Orgel die Möglichkeit, ohne klangliche Verluste optisch neue Wege zu gehen. Der besondere Reiz liegt in der Vermischung von Bewährtem und Futuristischem. Über die Einbindung moderner Materialien wurde so eine neue Atmosphäre geschaffen. Dieses Instrument wurde erstmalig für die Christopherus – Kapelle im neuen Münchener Airport erstellt. Hier bestand die Vorgabe darin, moderne Elemente, wie Glas und Edelstahl, sowie die im Raum vorherrschende Farbe schwarz zu übernehmen, das architektonische Raumsystem mit einer sich unaufdringlich integrierenden Orgel zu bereichern. Der orgeltechnisch notwendige und nicht durch andere Materialien zu ersetzende Bereich für Windversorgung und hölzerne Windlade befindet sich mit Lochblechen verkleidet in einem Unterbau.

Die metallisch silbern glänzenden Orgelpfeifen stehen nicht wie üblich hinter dem Prospekt versteckt, sondern in wohldurchdachter, freier Anordnung für jeden Raumbesucher ersichtlich hinter Glaswänden. Die gläserne Ummantelung schwebt gleichsam wie eine schützende Vitrine über dem Unterbau. Es entsteht eine luftige, transparente, unaufdringliche Optik. Den Dachabschluss bildet eine Metalljalousie. Als Halterung der Pfeifen wurde eine Plexiglasplatte mit knapp 300 Bohrungen verwendet. Der Organist ist aufgrund des „gläsernen Durchblickes“ gleichsam in das ganze (kirchliche) Geschehen eingebunden und wird somit nicht zum abstrakten Fremdkörper.

Bisherige Standorte:
– München, Airport Kapelle
– Mannheim, Klinikum St. Hedwig
– Mainz, Pfarrkirche St. Quintin
– Hannover, Expo 2000

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