Die von einem (noch) unbekannten Erbauer um das Jahr 1836 erstellte Orgel aus der Schlosskapelle in Frankenberg erklang nun nach einer umfassenden Restaurierung erstmalig nach vielen Jahren der Unspielbarkeit wieder. Die neue Schlosskapelle wurde 1836 geweiht. Evtl. wurde das Instrument transferiert und könnte so auch noch älter sein. Die restaurierte Orgel wurde jetzt erstmalig mit einem elektrischen Gebläse versehen, so dass sie in Zukunft auch ohne Kalkanten gespielt werden kann. Natürlich wurde auch die originale Keilbalganlage restauriert und versorgt die Orgel alternativ mit mechanisch geschöpftem Wind.
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In einer einzigartigen Kulisse in der Nachbarschaft mehrerer anderer historischer Instrumente, die z. Zt. in der Werkstatt restauriert werden, war dieses erste Erklingen nach so vielen Jahren des Schweigens ein ergreifender Moment für den ebenfalls anwesenden ehemaligen Schlossherrn und auch für die neuen Besitzer.
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Hans-Georg Vleugels erklärte nach der Begrüßung das Instrument und dessen Restaurierung. Musikalisch wurden die Register durch Peter Schaefer einzeln vorgeführt und damit die große Klangvielfalt des doch so kleinen Instrumentes aufgezeigt. Die Zuhörer erlebten eine interessante Intonation, hervorgerufen durch ein außergewöhnliches Verhältnis von Holz- und Metallpfeifen (2/3 Holz- und 1/3 Metallpfeifen).
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Zu Beginn des Konzertes schöpfte Henrik Hausner ein Auszubildender zum Orgelbauer den Wind ganz traditionell, bis dann zu den weiteren Musikstücken das neue Gebläse die Arbeit übernahm.
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Regionalkantor Peter Schaefer aus Klingenberg erwies sich als Meister auf diesem kleinen Instrument. Er entlockte dieser historischen Orgel nuancenreiche Melodien in abwechslungsreichen Klangbildern. Musikstücke u. a. von Vivaldi und Mozart erfüllten die Montagehalle der Vleugels Orgelmanufactur. Da die restaurierte Orgel der Schlosskapelle in Frankenberg in Zukunft auch zu vielen Hochzeiten erklingen wird, spielte Peter Schaefer musikalische Hochzeitwünsche und einen "Wedding March" als erste Kostproben hierzu.
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Kommentare der Presse zu diesem Konzertabend:
"Ungezwungen, abwechslungsreich, auf gutem Niveau und rundum informativ. Einfach gelungen!"
"Konzerte in Fabrikhallen sind en vogue. Sie haben das gewisse Etwas, ihren besonderen Reiz. Vor allem aber dann natürlich, wenn sie dort aufgeführt werden, wo die Instrumente gebaut oder instand gesetzt werden, wie etwa bei der Orgelmanufactur Vleugels in Hardheim."
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